Homöopathie für Apotheker

Homöopathie für Apotheker

(Foto: iStock)

Zusatzbezeichnung Homöopathie und Naturheilverfahren:

Die 100-stündige Weiterbildung (Vollstunden à 60 min.) zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Homöopathie und Naturheilverfahren (Phytotherapie, Ernährung u. a.) der Bundesapothekerkammer (BAK) enthält 36 Stunden Unterricht in Einzelmittelhomöopathie. Einige Landesapothekerkammern vergeben schon eine entsprechende Zusatzbezeichnung, in anderen gibt es dieses Ausbildungsmodul bisher nur als zertifizierte Fortbildung. Auch mit dieser Zertifizierung darf der Apotheker werben.

PDF-file_iconBAK-Modul Homöopathie des Curriculums „Naturheilverfahren und Homöopathie“
PDF-file_iconBAK-Unterlagen zur Weiterbildung „Naturheilverfahren und Homöopathie“

Teilnahme an den Selektivverträgen „Integrierte Versorgung Homöopathie“
Die Teilnahme an den 36 Vollstunden bzw. 48 Unterrichtsstunden Homöopathie nach DZVhÄ-Curriculum ermöglicht Apothekern den Beitritt zu den → Selektivverträgen Homöopathie des DZVhÄ. Sie werden als Teilmodul für die Zusatzbezeichnung Homöopathie und Naturheilverfahren anerkannt.

Das Apothekerdiplom des DZVhÄ

Homöopathie-Diplom ApothekerApothekerinnen und Apotheker mit einer Ausbildung im Umfang des Homöopathie-Diploms können das Apothekerdiplom Homöopathie des DZVhÄ erwerben und damit öffentlichkeitswirksam werben.

Anforderungen:

  • 3 Jahre Fallseminare
  • Teilnahme A-F-Kurse
  • bestandene Prüfung
  • keine zwei Jahre in unmittelbarer Patientenversorgung notwendig
  • es besteht keine Fortbildungsverpflichtung

Diese Ausbildung befähigt zu einem differenzierten Verständnis der homöopathischen Behandlung akuter und chronischer Krankheiten und beinhaltet eine gründliche Erarbeitung theoretischer Kenntnisse zur Herstellung homöopathischer Arzneien und der Dosierungslehre, sowie der Hindernisse der Heilung und flankierender Maßnahmen neben einer homöopathischen Therapie.

Beratungskompetenz

Apotheker benötigen zunehmend Beratungskompetenz in der Homöopathie, um den Patientenwunsch nach „Naturheilmitteln“ befriedigen zu können. Ein Apotheker sollte in der Beratung zur Selbstmedikation abwägen können:

  • Welche Beschwerden sind für einen homöopathischen Therapievorschlag geeignet?
  • Welche Beschwerden gehören in die Hand eines homöopathischen Arztes?
  • Welches sind die richtigen Fragen, um Mittel schnell zu differenzieren, und wie ist dadurch zu erkennen, wann der Beratungsumfang am Tresen zu umfangreich wird?

Dem Apotheker wird es dabei sehr hilfreich sein, die gängigen bewährten Indikationen, beispielsweise zu den Verletzungsmitteln, zu kennen.

Buchtipp:
Zur Erarbeitung der Inhalte des Curriculums Einzelmittelhomöopathie für Apotheker empfiehlt der DZVhÄ das Buch:
Homoeopathische-Beratungskompetenz-fuer-Apotheker_Angelika-Gutge-WickertHomöopathische Beratungskompetenz für Apotheker
Angelika Gutge-Wickert

Hippokrates-Verlag, Stuttgart 2008
194 Seiten

Das Buch kann für 10 Euro in der DZVhÄ-Geschäftsstelle bestellt werden. E-Mail: geschaeftsstelle@dzvhae.de.

 

Kursangebote

  • Kurse für Apotheker und PTAs finden Sie u.a. hier  www.dahn-celle.de
  • Homöopathie-Kurse für Apotheker und PTAs werden auch von vielen Landesapothekerkammern angeboten. Bitte lassen Sie sich bei Ihrer Apothekerkammer beraten. Zur Übersicht der Apothekerkammern
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