Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Homöopathie

Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Homöopathie

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Der Weg zur erfolgreichen homöopathischen Tätigkeit in der ärztlichen Praxis beginnt in der Regel mit der Erlangung der Zusatzbezeichnung Homöopathie (ZB Hom). Struktur und Lernziele der hierfür erforderlichen Weiterbildung definiert die Bundesärztekammer; die Landesärztekammern übernehmen in der Regel diese Muster-Weiterbildungsordnung (MWBO) und erteilen die Zusatzbezeichnung nach bestandener kammerinterner Prüfung.

Hinweis: Für die Fort- und Weiterbildung im Rahmen von → Homöopathie-Diplom und → Selektivverträgen werden nur Veranstaltungen einschließlich Qualitätszirkeln anerkannt, deren Inhalte sich auf Einzelmittelhomöopathie nach dem Ähnlichkeitsprinzip basierend auf einer homöopathischen Anamnese beziehen.

Voraussetzungen für die Erlangung der Zusatzbezeichnung

  1. Approbation als Arzt (abgeschlossenes Medizinstudium) UND
  2. Facharztanerkennung oder alternativ in den Bundesländern Bayern und Berlin 24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung

Aufbau der homöopathischen Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung

  1. 4 Kurse mit je 40 Unterrichtsstunden (A- bis D-Kurse). Die Kurse vermitteln die wesentlichen theoretischen Grundlagen. UND
  2. Fallseminare einschließlich Supervision: 100 Unterrichtsstunden praktische Weiterbildung in Arbeitsgruppen unter Leitung eines Arztes/einer Ärztin mit Weiterbildungsbefugnis „Homöopathie“ der zuständigen Landesärztekammer, oder 6 Monate kontinuierliche Weiterbildung in einer Praxis oder Klinik unter Leitung eines Arztes/einer Ärztin mit Weiterbildungsbefugnis. (Bitte beachten Sie: im Bundesland Berlin verlangt die Ärztekammer 300 Unterrichtsstunden in Fallseminaren oder alternativ 18 Monate Praxisassistenz, wobei 6 Monate Praxisassistenz 100 Stunden Fallseminar gleichgestellt werden!) UND
  3. die Bearbeitung von 50 Krankheitsfällen im Fallseminar/der Praxisassistenz, wovon 10 vorgegebene Fälle ausführlich und selbstständig vom Teilnehmer ausgearbeitet werden und die Präsentation und schriftliche Dokumentation von 10 eigenen Krankheitsfällen aus der praktischen Tätigkeit des Teilnehmers, davon mindestens 5 chronische Fälle mit mindestens einjähriger Beobachtung nach der ersten Mittelgabe, sowie Erfüllung der Mindestanforderungen bzgl. der Qualitätssicherung.

Wichtige Dokumente zum Download

Ausbau der Zusatzbezeichnung zum Homöopathie-Diplom

Bitte beachten Sie, wenn Sie die Zusatzbezeichnung zum Homöopathie-Diplom aufstocken möchten:

  • Nicht alle von den Landesärztekammern anerkannten Weiterbildungsangebote (Fallseminare, Praxisassistenz oder A- bis D-Kurs) werden gleichermaßen für die Ausbildung zum Homöopathie-Diplom anerkannt! Bitte erkundigen Sie sich beim Diplombeauftragten Ihres → DZVhÄ-Landesverbandes.
  • Die Voraussetzung für die Anerkennung von Veranstaltungen entnehmen Sie bitte den aktuellen → Richtlinien zum Homöopathie-Diplom.
  • Ausführliche Informationen zum Homöopathie-Diplom finden Sie in der Rubrik → Homöopathie-Diplom.

Häufige Fragen zur Weiterbildung/Zusatzbezeichnung

Kann ich als Arzt/Ärztin, die sich erst in der Homöopathieweiterbildung befindet, schon an einem Homöopathiequalitätszirkel teilnehmen?

Qualitätszirkel sind auch offen für Kollegen, die noch in der Weiterbildung sind; sie werden aber nicht für die Weiterbildungszeiten angerechnet. Für die Rolle der Leitung eines Qualitätszirkels bekommt der Leiter keine zusätzlichen Punkte angerechnet, sondern die selbe Punktzahl, wie die regulären Teilnehmer des Qualitätszirkels.

Gibt es schulmedizinische Voraussetzungen neben der Diplom-Ausbildung, um das Homöopathie-Diplom des DZVhÄ zu erwerben?

Für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Homöopathie sind bei den Landesärztekammern Bayern, Berlin und Schleswig-Holstein 24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung unter Anleitung eines Weiterbildungsermächtigten gefordert, in den anderen Bundesländern ein Facharzt. Für den Erwerb des Homöopathie-Diplom sind 24 Monate Tätigkeit in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung unter Anleitung eines Weiterbildungsermächtigten Voraussetzung ODER in einer vom DZVhÄ anerkannten Weiterbildungspraxis (siehe Weiterbildungsanerkennungs-Richtlinie § 4 Abs.3). Bitte beachten: Die Weiterbildungsermächtigung für Homöopathie gilt in der Regel nur für maximal 6 Monate.

Ersetzt ein Master-Titel die Weiterbildung Homöopathie bei der Ärztekammer?

Der Master-Titel wurde europaweit für die unterschiedlichsten Fächer und Ausbildungsbereiche eingeführt und ist ein universitärer Abschluss. Die Weiterbildung Homöopathie beginnt erst nach der Approbation. Sie wird mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie abgeschlossen, die nur von den Ärztekammern vergeben wird.

Wird mein ECH-Diplom bei der Ausstellung eines Homöopathie-Diploms des DZVhÄ angerechnet?

Die Anrechnung eines Homöopathie-Diploms des ECH auf ein Homöopathie-Diplom des DZVhÄ mit fünfjähriger Laufzeit erfolgt in Abhängigkeit des Ausstellungsdatums des ECH-Diploms: Erfolgt die Beantragung des Homöopathie-Diploms des DZVhÄ innerhalb der ersten drei Jahre nach Ausstellung des ECH-Diploms, sind neben dem Ablegen einer kostenpflichtigen Prüfung vor dem zuständigen DZVhÄ-Landesverband entsprechend der Abschlussprüfung zum Homöopathie-Diplom keine weiteren Nachweise zu erbringen. Mit Beginn des vierten Jahres nach Ausstellung des ECH-Diploms sind neben der in jedem Fall abzulegenden oben genannten Prüfung mit dem Antrag pro weiterem Jahr der Laufzeit Fortbildungsnachweise im Umfang von zwanzig Stunden, jedoch nicht mehr als 100 Stunden, entsprechend den Bestimmungen der geltenden Richtlinien zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ vorzulegen. Die Fortbildungsnachweise dürfen zum Zeitpunkt des Antrags nicht älter als fünf Jahre sein. Für verbleibende Zeiträume von weniger als einem Jahr muss der Fortbildungsnachweis nicht anteilig erbracht werden. Ein gemeinsam mit einem Homöopathie-Diplom des DZVhÄ ausgestelltes Diplom des ECH (Doppeldiplom) kann nicht auf ein DZVhÄ-Diplom angerechnet werden.

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