Homoeopathia-viva-Kongress 2016 – Individuelle Wege zur Arznei

Datum/Zeit
Datum - 20.05.2016 - 22.05.2016
13:00 - 14:30

Veranstaltungsort
Bingen

Freidhof 9
55411 Bingen / Nähe Mainz

Kategorien


Themen und Beschreibung

Teilnahmegebühr
20.-22. Mai: 320 € (Überweisung bis 31. März), danach 360 €
20./21. Mai: 270 € (Überweisung bis 31. März), danach 300 €
21./22. Mai: 270 € (Überweisung bis 31. März), danach 300 €
Ein-Tages-Anmeldungen auf Anfrage.

10 % Gruppenermäßigung ab zwei Personen.

Die Teilnahmegebühr beinhaltet folgende Leistungen: Sitzplatz mit Tisch und Seminarunterlagen (soweit vom Referenten gestellt), Heiß- und Kaltgetränke, Pausensnacks, ein Freiexemplar der Homoeopathia viva.

Fortbildungspunkte
20 Punkte zum Erhalt des DZVhÄ-Diploms (beantragt).
18+2 Punkte (Homöopathie/Klinik) für HB (SHZ/BKHD).

Zeitplan & Themen der Referenten

Freitag 13.00 – 14.30 Uhr & 15.00 – 16.30 Uhr – Gerhard Ruster (Hp)
Praxis seit 1990, Seminartätigkeit seit 16 Jahren, Autor mehrerer Fachbücher, Entwickler der Software „Sesam”.

Theoretisch kann man Arzneimittel anhand ihrer Leitsymptome gut unterscheiden, aber leider scheuen sich manche Patienten nicht, einem gleich die Leitsymptome mehrerer Arzneien mitzuteilen. In solch einem Fall kann die Betrachtung traumatischer Erfahrungen und früherer Prägungen differenzialdiagnostische Hinweise liefern. So bietet beispielsweise ein Argentum-nitricum-Fall fast immer auch gute Verordnungsgründe für Gelsemium oder Glonoinum. Betrachtet man die prägenden Situationen in den Lebensgeschichten der Patienten, so lassen sich die Arzneien eindeutig unterscheiden, wie an mehreren Beispielen gezeigt wird.

Freitag 17.00 – 19.00 Uhr & Samstag 9.30 – 11.00 Uhr – Dr. med. Giacomo Merialdo (Genua)
Praxis seit 92. Mitgründer der „Dulcamara Homeopathic School” und der FIAMO (Ital. Föderation der Verbände und Ärzte für Homöopathie). Dozent an den Schulen der Dres. M. Mangialavori und Giovanni Marotta.

Hundsgiftgewächse – es handelt sich um zurückhaltende und verschlossene Arzneien mit einer schlechten Selbstwahrnehmung, mit abwechselnden Zuständen von Zorn und Reue, Erregung und Traurigkeit. Die Arzneien beeinflussen stark das Verdauungssystem (extreme Übelkeit und Erbrechen) und den Kreislauf, man findet Schwankungen im Wasserhaushalt und Niereninsuffizienz.  Es erwarten Sie botanische, toxikologische und homöopathische Studien zu den Apocynaceae mit Fällen und Materia medica zu Oleander, Apocynum cannabinum und Strophanthus hispidus. Konsekutive Übersetzung, die Fälle werden in übersetzter Form verteilt.

Samstag 11.30 – 13.00 Uhr & 15.00 – 16.30 Uhr – Karl-Josef Müller (HP)
Praxis seit 1990, bundesweite Seminartätigkeit seit über 20 Jahren. Publikation zahlreicher Fallsammlungen und der Materia medica „Wissmut“.

Frühe, nicht selten übergriffige Traumata prägen die Biografien von Latrodectus-mactans-Patienten: Vermeintlich vertrauenswürdige Personen entpuppen sich plötzlich als Monster, der „liebe“ Onkel oder Stiefvater haben die freundliche Maske heruntergerissen und wurden gewalttätig oder sexuell übergriffig. Aus dieser Erfahrung heraus entwickeln sich ernste körperliche und psychische Krankheitsbilder: progrediente Lähmungen, ADS, schizoide Zwänge, morbide Aggressionen und Schreckliches mehr. Aus „Opfern“ werden „Täter“, schwierig als Patienten zu händeln. Aus mehreren geheilten/gebesserten Fällen kristallisiert sich ein individuelles Arzneimittelbild, tiefer und exakter als gängige „Spinnenmittel“-Klischees.

Samstag 17.00 – 18.30 Uhr & Sonntag 9.00 – 10.30 Uhr – Wyka E. Feige (HP)
Praxis seit 97, Dozentin der Empfindungsmethode in Mainz & Berlin. Intensive Beschäftigung mit Mittelübereinstimmungen innerhalb von Familiensystemen, auch mittels Familienaufstellungen.

Wenn kleine Kinder schwere Pathologien entwickeln oder damit geboren werden, lässt sich oft kein Hinweis im Leben des Kindes finden, der diese tiefe Störung der Lebenskraft erklären würde. Ein ausführlicher Blick in die Familienanamnese offenbart dann vielleicht bestimmte Symptomen- und Empfindungsmuster, die schon in der (Groß-)Elterngeneration bestanden haben und den Weg zur Arznei zeigen. In anderen Fällen tragen Kinder evtl. das traumatische Schicksal einer Familie oder Generation und „erinnern” mit ihren Symptomen stellvertretend an dieses unbearbeitete Trauma. Anhand von Videofällen wird ich die Herangehensweise an generationsübergreifende Fälle mit Hilfe der Empfindungsmethode erläutert.

Sonntag 11.00 – 12.30 Uhr & 13.00 – 14.30 Uhr – Christoph Schlüter (HP)
HP-Praxis seit 1996 in Weingarten (LK Ravensburg). Dozent an HP-Schulen für schulmedizinische Themen und Homöopathie. Langjährige Autorentätigkeit in verschiedenen Fachzeitschriften.

Der Dozent geht auf Hahnemanns Arbeitsweise ein. Dieser verwendete die Reine Arzneimittellehre, um unter den in Frage kommenden (ähnlichen!) Mitteln das Simillimum zu bestimmen. Dabei half ihm das sog. Symptomenlexikon, das ihm auf einzigartige Art und Weise über den Vorgang der Zeichenkombination erlaubte, das Charakteristische eines Falles in der Materia Medica zu finden. Der Referent beleuchtet die Unterschiede zwischen der Denkweise Hahnemanns und dem heutigen gängigen Ansatz (Totalität der Symptome, Betonung der Gemütssymptome …) und zeigt, inwieweit eine Rückbesinnung auf den Ursprung homöopathischen Arbeitens in einer heutigen Praxis hilfreich sein kann.


Anzahl der Unterrichtseinheiten: 20

Anerkannte Diplompunkte: 20

Registrierungsnummer: 2016-0393-He.RP.Sa

FB-Punkte bei Ärztekammer sind/werden beantragt:

Anzahl der bei der Ärztekammer beantragten FB-Punkte:

Ärztl. Leiter: Bernhard Luft

Referenten: Gerhard Ruster Dr. med. Giacomo Merialdo (Genua) Karl-Josef Müller Wyka E. Feige Christoph Schlüter

Kontaktname: Thomas Schweser

Kontakt E-Mail: globuli@gmx.de

Kontakt Telefon: 0881-92787979

Teilnehmergebühr Nichtmitglieder: 320

Teilnehmergebühr DZVhÄ-Mitglieder: 320

Link zur Veranstaltungswebsite: http://homoeopathiaviva.de/seminarkalender/homoeopathiekongress/index.html

Anmeldung