Semiotische Diagnostik und homöopathische Arzneiwahl

Semiotische Diagnostik und homöopathische Arzneiwahl

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Datum/Zeit
Datum - 21.09.2019 - 22.09.2019
Ganztägig

Veranstaltungsort
Berliner Vein homöopathischer Ärzte

Nassauische Str. 2
10717 Berlin

Kategorien


Themen und Beschreibung

Seminar_Berlin_Ahlbrecht_2019

Semiotische Diagnostik und homöopathische Arzneiwahl
mit Dr. Jens Ahlbrecht in Berlin

Zeit: 21.-22. September 2019 (Sa.09:30-18:00 u. So. 09:00-16:30 Uhr)
Ort: Nassauische Str. 2 (Berliner Verein hom. Ärzte, BVhÄ)
Preis: EUR 230,- (Bei Zahlung bis 01.08.2019 nur EUR 200,00)
Die Veranstaltung wird mit 16 Diplompunkten (DZVhÄ) anerkannt.

Seminarbeschreibung:

Semiotik, die ärztliche Zeichenlehre, bezeichnet die Kunst, aus Krankheitszeichen Rückschlüsse auf die Lokalisation (betroffenes Organ bzw. Gewebe) sowie auf die Art des pathologischen Prozesses zu ziehen. Hierzu werden sowohl objektive, d.h. vom Behandelnden beobachtete, als auch subjektive, d.h. vom Kranken berichtete Symptome verwendet.
Grundlage des semiotischen Wissens von der Bedeutung einzelner Krankheitszeichen ist das über Jahrhunderte durch exakte Beobachtung von Krankheitsprozessen und –verläufen gesammelte medizinische Erfahrungswissen. Auf Hippokrates zurückgehend und im Laufe der Zeit immer weiter verfeinert, erlebte die Semiotik ihre letzte und zugleich größte Blütezeit im 19. Jahrhundert, als die an den Kranken gemachten Beobachtungen zudem post mortem durch Sektionsergebnisse validiert werden konnten.
Dokumentiert wurde das semiotische Wissen in einer Vielzahl von Publikationen und Lehrwerken, von denen die wichtigsten in den letzten Jahren wieder zugänglich gemacht wurden (Sprengel, Albers, Suckow).
Indem die Semiotik – und dies gilt ungebrochen auch im 21. Jahrhundert – eine sichere Diagnose jenseits der mit unverbindlichen Diagnosebezeichnungen belegten Syndrome der heutigen Lehrmedizin gestattet, trägt sie maßgeblich zur Bestimmung der anatomischen Wirksphäre bei und ist deshalb bei der homöopathischen Fallanalyse und Mittelfindung von allergrößtem Nutzen.
Bereits in der (überaus erfolgreichen) Homöopathie des 19. Jahrhunderts spielte die Frage, was im jeweiligen Krankheitsfall jenseits der bloßen Symptomentotalität das zu Heilende sei und welche Implikationen dies für die Mittelwahl habe, eine entscheidende Rolle. Denn nur, wer erkennt, welche lokalen oder allgemeinen Symptome des Kranken zur Krankheit gehören, kann die wahrhaft individuellen Symptome des Krankheitsfalles identifizieren. Wichtige Vertreter dieser semiotisch basierten Homöopathie waren Mitte des 19. Jahrhunderts neben vielen anderen G.H.G. Jahr, B. Bähr und B. Hirschel.
In diesem Sinne liefert das Seminar eine Einführung in das semiotisch basierte Krankheitsverständnis der Medizin des 18. und 19. Jahrhunderts und zeigt dessen weitreichenden Einfluß sowohl auf das homöopathische Konzept Hahnemanns als auch auf die Erstellung homöopathischer Arbeitswerkzeuge (z.B. von G.H.G. Jahr, B. Bähr, B. Hirschel). Vor allem aber illustriert es anhand zahlreicher Fallbeispiele aus der Praxis des Referenten dessen Bedeutung für die homöopathische Fallanalyse und Mittelfindung. Zentral ist hierbei der Nachweis der Praxisrelevanz des semiotischen Wissens auch und gerade für die heutige Zeit!
Folgende Fragestellungen und Themen werden behandelt:
  • Einführung in die Grundlagen der semiotischen Medizin
  • Vorgehensweise der semiotischen Diagnostik
  • Vorstellung wichtiger Arbeitswerkzeuge der Semiotik (v.a. Albers und Suckow)
  • Semiotik des Schmerzes (zur Bestimmung des betroffenen Organes/Gewebes bzw. des pathologischen Prozesses)
  • Semiotik der Krankheitsdynamiken (z.B. Metaschematismus, Metastasis) und –Zusammenhänge
    (z.B. idiopathische, consensuelle, sympathische Zeichen)
  • Relevanz der semiotischen Diagnose im Rahmen der homöopathischen Fallanalyse (Bestimmung der anatomischen Wirksphäre)
  • Identifikation der charakteristischen Symptome des Krankheitsfalles mithilfe der Semiotik (§ 153 ORG)
  • Kasuistikbearbeitung (v.a. mit Arbeitswerkzeugen von G.H.G. Jahr und C.M. Boger)
Bei Interesse können die erworbenen Kenntnisse in einem zeitnah stattfindenden Aufbauseminar vertieft und erweitert werden.
Hierzu bieten sich z.B. folgende Themen an:
  • Semiotisches Verständnis chronischer Krankheiten (Diathesen wie z.B. Gicht, Rheuma), Konstitutionen und Temperamenten
  • Semiotik lokalisierter Schmerzen (z.B. des Kopfschmerzes)
  • Patho-semiotisches Studium homöopathischer Arzneimittelprüfungen (Pharmakodynamik)
  • Semiotisches Verständnis pathologischer Prozesse (z.B. Kongestion, Entzündung, Erkältung)

Anzahl der Unterrichtseinheiten: 16

Anerkannte Diplompunkte: 16

Registrierungsnummer: 2019-0352-Berl.BB

FB-Punkte bei Ärztekammer sind/werden beantragt: Nein

FB-Punkte bei Ärztekammer sind/werden beantragt:

Anzahl der bei der Ärztekammer beantragten FB-Punkte: 0

Nur bei Kursen A-D: Anerkennung der ÄK liegt vor: Trifft nicht zu

Ärztl. Leiter: Martin KIesel

Referenten: Dr. Jens Ahlbrecht

Kontaktname: Bernd Henne

Kontakt E-Mail: info@sunrise-versand.de

Kontakt Telefon: 0308736252

Teilnehmergebühr Nichtmitglieder: 230

Teilnehmergebühr DZVhÄ-Mitglieder: 230

Link zur Veranstaltungswebsite: https://www.sunrise-versand.de/4276/semiotische-diagnostik-und-homoeopathische-arzneiwahl

Anmeldung