Matthias Richter, Fallmanagement in der Homöopathie in Krisen- u. schwierigen Akutsituationen

Datum/Zeit
Datum - 18.08.2018 - 19.08.2018
10:00 - 17:30

Veranstaltungsort
Van-Delden Haus, Ev. Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V.

Busseallee 23-25
14163 Berlin-Zehlendorf

Kategorien


Themen und Beschreibung

Fallmanagement in der Homöopathie in Krisen- und schwierigen Akutsituationen
Erkennen des Wesentlichen mit Boger – Bönninghausen – Kent

Krisen und schwierige Akutsituationen erfordern in der homöopathischen Praxis ein besonderes Augenmerk. Sind wir in der Lage, möglichst schnell und angemessen zu reagieren? Gelingt uns im Rahmen der Sorgfaltspflicht die sinnvolle Abwägung zwischen der rein homöopathischen Behandlung und der zusätzlichen Inanspruchnahme allopathischer Maßnahmen?

Ansonsten ist die Kunst der praktischen Fallanalyse und möglichst raschen Verschreibung etwas, was sicherlich eine gewisse Erfahrung benötigt. Darüber hinaus aber auch die Fähigkeit, schnell mit den wesentlichen Werkzeugen der Fallbearbeitung (nach Bönninghausen, Boger oder Kent) arbeiten zu können und bei den Symptomen die „Spreu vom Weizen“ zu trennen und wichtige Arzneisymptome der entsprechenden Mittel entweder im Kopf zu haben oder aber zu wissen, wo man sie ohne stundenlanges Suchen nachschlagen kann.

Hahnemann spricht schon im §152 (Organon VI) davon, dass „je schlimmer die acute Krankheit ist, aus desto mehren, aus desto auffallendern Symptomen ist sie gewöhnlich zusammengesetzt, um desto gewisser lässt sich aber auch ein passendes Heilmittel für sie auffinden …“

Dabei hilft uns die Fähigkeit, präzise die entscheidenden Fragen zu stellen und die Antworten in die Sprache der Repertorien umzusetzen. Im Seminar werden wir das ausführlich anhand von Fällen aus der Praxis üben. Die Auswertung eines Akutfalles erfordert einen klaren Blick, sowohl in klinischer, als auch homöopathischer Hinsicht, sowie die Beschränkung auf das Wesentliche im Fall.

Neben Fallanalysen wird im Seminar auch praktische Materia Medica vermittelt, denn meist braucht es nicht viele Mittel, um mit der Mehrheit der akuten Fälle auch erfolgreich umgehen zu können.


Anzahl der Unterrichtseinheiten: 16

Anerkannte Diplompunkte: 16

Registrierungsnummer: 2018-0756-Berl.BB

FB-Punkte bei Ärztekammer sind/werden beantragt:

FB-Punkte bei Ärztekammer sind/werden beantragt:

Anzahl der bei der Ärztekammer beantragten FB-Punkte:

Nur bei Kursen A-D: Anerkennung der ÄK liegt vor: Trifft nicht zu

Ärztl. Leiter: Dr. Anja Leeb-Malewski

Referenten: Matthias Richter · 1964 in Herborn/Hessen geboren · Studium der Sozialarbeit/-pädagogik in Berlin mit Diplomabschluss · 1989 Zulassung zum Heilpraktiker und Niederlassung in eigener Praxis · seit 1991 als Dozent für Homöopathie tätig · zwischen 1994 und 2000 an einem Ausbildungsprojekt für homöopathische Ärzte in Armenien mitbeteiligt · Dozent und Supervisor bei der Stiftung Homöopathie Zertifikat (SHZ) „Wenn wir die alten bekannten homöopathischen Arzneien wieder von ihren (in unseren Köpfen aus didaktischen Gründen eingepflanzten) „Bildnissen“ befreien können, haben sie ein deutlich höheres Potenzial, wieder zu wahren Polychresten („vielnützigen“ Mitteln) zu werden, als das heute der Fall ist. Aus der Erfahrung heraus, dass auch tiefgreifende Heilungen häufig unter Arzneien stattfinden konnten, die einem postulierten „Typus“ überhaupt nicht entsprechen, werden die Anwendungsmöglichkeiten unserer Mittel größer. Ein kreativer, aber kritischer Umgang mit unseren Werkzeugen, wie zum Beispiel dem therapeutischen Taschenbuch von Bönninghausen, den Werken Bogers oder dem Repertorium von Kent kann uns „Winke“ (wie es Hahnemann ausdrückt) auf mögliche Arzneien geben. Diese dann in chronischen Krankheiten wie in einer „Cur“ (Hahnemann, Organon) zu verabreichen, d.h. die Möglichkeit von Mittelfolgen und Folgemitteln in Betracht zu ziehen, erfordert Umsicht und Geschick. Dabei legt Matthias Richter Wert auf größtmögliche Freiheit von theoretischen Denksystemen („Überbau“) und Deutungsversuchen der Phänomene der Patienten und der Arzneien, die den Blick auf das Ganze einengen oder trüben könnten.

Kontaktname: Ursula Jendrek

Kontakt E-Mail: info@homoeopathietage.com

Kontakt Telefon: 033056-224355

Teilnehmergebühr Nichtmitglieder: 195

Teilnehmergebühr DZVhÄ-Mitglieder: 195

Link zur Veranstaltungswebsite: http://www.homoeopathietage.de

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